Linus – Bass

Linus »Laines« GrĂŒn

Linus – Bass2025-04-29T23:49:29+02:00
Linus – Bass

Linus »Laines« GrĂŒn am Bass

Einige von euch kennen Linus schon von der BĂŒhne, denn er hat in den letzten Monaten schon öfter mal ausgeholfen. Feinerweise hat er Lust und Muße ein fester Kraachler zu werden.

Heißen wir ihn in unserem rockigen Reigen willkommen!
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AACH UN KRAACH | Met Aach un Kraach

11 Fragen an Linus

1. Was war dein erstes (evtl. ernstzunehmendes) Instrument?

Der Moment, in dem ich meine erste Gitarre in der Hand hielt, war zugleich der Moment, an dem mir klar wurde, dass ich irgendwann mal Rockstar werde.
Als ich von der 3. in die 4. Klasse kam, ging meine Schulleiterin in Rente. Ich mochte sie sehr, da sie die einzige in der Schule war, die jeden Tag mit einer Gitarre in unsere Klasse kam und mit uns Lieder sang, noch bevor wir irgendwas anderes machten.

Ich weiß bis heute nicht warum, aber wĂ€hrend Ihrer Abschlussrede in der Schulaula (die gesamte Schule, Kinder, Kollegium und Eltern versammelten sich dort) zitierte Sie mich plötzlich zu sich, und schenkte mir unter tosendem, verblĂŒfftem Applaus ihre Gitarre!

So stand ich da wie ein 8-JĂ€hriger Heinz Doof im Rampenlicht, um mich herum Jubel und Applaus und ich (wie heute) keine Ahnung, was ich jetzt tun soll. Außer besser dieses Instrument zu lernen.

2. Was war das schönste Musikprojekt (also natĂŒrlich außer AACH UN KRAACH) an dem du mitgewirkt hast?

Das Projekt, an das ich am allerliebsten zurĂŒck denke, ist die Produktion des Albums „Die Manfreds“ von „Die Manfreds“.

WĂ€hrend eines „autodidaktischen Praktikums“ im Stonehenge Studio Siegburg, half ich dem Chef-Produzenten Oliver „YT“ Weiskopf immer wieder bei Editing-Arbeiten und schaute Ihm in Mixing Sessions öfters ĂŒber die Schulter.

Eines Tages stolperte eine Truppe Bonner Altpunks mit 2 KĂ€sten Bier, tonnenweise GummibĂ€rchen und ’ner Menge (mittlerweile) legalem Zeug in die Regie. Und da durfte ich nun endlich mithelfen! Meine erste Albumproduktion!

Die Stimmung im Studio war eine Mischung aus „Mir ist alles scheiß egal“, „fĂŒr diese Drecksband setze ich doch nicht meinen Job aufs Spiel“ und „fuck, halt mal kurz die Luft an, ich komm grad aus dem Lachen nicht mehr raus“. Da musste ich den SĂ€nger streckenweise von der Regie aus um Geduld bitten, weil ich auf die Texte nicht klar kam und kurz meine professionelle Seite aus den Augen verlor.

Doch genau wegen solcher Momente ist das wohl das schönste Musikprojekt, an dem ich je mitgewirkt habe. Hier war alles ungezwungen, unterhaltsam, entspannt, kreativ, lustig und doch auch perfektionistisch genug, um genau richtig zu werden. Und das hört man meiner Meinung nach im Album.

Checken!

3. Welches – vielleicht auch exotische – Musikinstrument möchtest du gerne spielen können?

Geige. Aber erst wenn ich den Bass durchgespielt habe.

Exotisch? … Die Uilleann Pipe (ein irischer Dudelsack) oder die Drehleier (ein mittelalterliches Streichinstrument).

4. Wie hieß deine erste Band, wie alt warst du und was fĂŒr Musik habt ihr gemacht?

Meine erste Band hieß „Part of the Crowd“!

GegrĂŒndet in der Schule, damals in der gymnasialen Oberstufe. Wir spielten fast 10 Jahre Hard Rock.

FĂŒr mich einer der wichtigsten Momente meines Lebens, als ich auf unserem Schulfest im Publikum vor dieser Band stand, die einen erwachsenen Mann als Bassisten dabei hatten und zusammen „Killing in the Name“ und zwei Eigenkompositionen spielten.

„Hardrock?? Auf meiner Schule??? Ich muss da rein!“ dachte ich. Also ging ich nach dem Gig zum SĂ€nger und sagte „Braucht Ihr ’nen Bassisten? Ich spiele Gitarre, also kann ich das bestimmt auch“.

5. Was war die erste Schallplatte oder CD die du dir selber gekauft hast?

Ich bin ja hier der Jungspund. CDs sind damals schon nicht mehr so der Zeitgeist gewesen aber Spotify existierte zum GlĂŒck noch nicht.

Also hing ich viel auf Itunes rum und hörte in 30-Sekunden-Schnipsel von irgendwelchen Genrevertretern rein.

Als ich 2010 dann zum ersten Mal Cypress Hill mit schwarzen Lederkutten, Totenköpfen und Tom Morello’s ĂŒberragenden Gitarrenriffs bei einer Rock am Ring LiveĂŒbertragung sah, glaubte ich nicht so richtig, dass es da tatsĂ€chlich jemand geschafft hat, amerikanischen Oldschool Hip Hop mit Rock so in
Einklang zu bringen. Da kannte ich Rage Against The Machine noch gar nicht. Also sollte „Cypress Hill“ von „Cypress Hill“ mein erstes, selbst gekauftes Album werden. Liebe ich bis heute.

Die erste CD wiederum war „Jazz ist anders“ von den Ärzten. Jedoch war diese ein Geburtstagsgeschenk meiner Eltern. Als „Junge“ in den Charts lief, hab ich stellenweise Stunden vor einem Radio mit Kassetten-Recorder verbracht, um im richtigen Moment auf REC zu drĂŒcken und damit meiner alten Winnie Puuh Kassette endlich einen rebellischen Anstrich zu verpassen.

Die Ironie, dass meine Eltern mir dieses Album schenkten, erkenne ich auch erst jetzt …

6. Die erste Musikproduktion (Schallplatte, CD) auf der du mitgespielt hast?

Das war „Time Machine“ meiner ersten Band „Part of the Crowd“. Gibts auch immer noch auf Spotify!

7. Was war dein erstes Live-Konzert? Und wie war es?

Als hĂ€tte mir eine höhere Macht damals sagen wollen „Geh! Du bist hier nicht richtig, diese Welt wird nochmal Dein Untergang sein!“

Callejon in der Live Music Hall in Köln, November 2012. Das zugehörige Album Blitzkreuz hab ich extra fĂŒr dieses Konzert in – und auswendig gelernt um mich beim mitsingen nicht zu blamieren (wusste ich ja damals nicht, dass das niemanden interessiert).

Nach ungefĂ€hr der HĂ€lfte des Konzerts hörte man wĂ€hrend der nĂ€chsten Song-Ansage nur noch ein lautes krachen und mir fiel eine große Gipskarton-Platte auf den Kopf. UngefĂ€hr die HĂ€lfte der Gipsdecke fiel runter ins Publikum. GlĂŒcklicherweise gab es außer ein paar gebrochenen Nasen keine schlimmeren Verletzungen im Publikum.

Die Band sorgte hervorragend dafĂŒr, dass keine Panik ausbrach und brach das Konzert sofort ab. Ein paar Monate spĂ€ter wurde es dann im Kölner E-Werk nachgeholt und laut einigen MitschĂŒlern war ich einen Tag spĂ€ter, des Vorfalls wegen, sogar bei Taff auf Pro7 zu sehen. Da ich nicht verletzt war, wollte ich gar nicht wissen in welchem Zustand ich nun der Öffentlichkeit prĂ€sentiert wurde. Eines wusste ich ab da jedoch mit Sicherheit: „Ich bin sowas von Heavy Metal!“

8. Deine Top 10 Gruppen, Bands, Kapellen oder SoulsÀngerinnenchöre?

1. Foo Fighters
2. In Flames
3. Porcupine Tree
4. Rage Against The Machine
5. Alligatoah
6. Mr. Hurley und die Pulveraffen
7. Glenn Miller
8. Scott Bradlee’s Postmodern Jukebox
9. Blues Saraceno
10. Parkway Drive

9. Deine Top 5 SĂ€ngerinnen oder SĂ€nger?

1. Lemmy Kilmister
2. Louis Armstrong
3. Dave Grohl
4. Freddie Mercury
5. Corey Tailor

10. Welche 10 CDs sollte man zu Hause im Schrank stehen haben? Und warum sollte man sie haben?

1. The Dirty Rotten Vipers – Tip The Band 
Eine Busker-Band, die jeden Nachmittag in New Orleans an der Straßenecke Royal St. Peter komplett Alarm macht. Die haben es einfach Verdient in jedem Schrank zu stehen

2. The Galway Street Club – Sovereign State Of Madness
Gleiches Prinzip, nur eben in Galway

3. Rob Zombie – Past, Present & Future
Irre Artworks, einzigartiger Sound, der Musik gewordene Film wie man es von Rob Zombie braucht!

4. Steven Wilson – Hand.Cannot.Erase
In Sachen UnkonventionalitĂ€t ist dieses Album fĂŒr mich der ungeschlagene Vorreiter. Pro-Tipp: Bewusst hören und bestenfalls nichts weiter dazu machen außer vielleicht ’ne TĂŒte kreisen lassen.

5. Machine Head – The Burning Red
Ich weiß nicht, ob das Album 1999 ĂŒberhaupt was bewegt hat, aber wenn es um Nu-Metal/Groove Metal geht, kann alles einpacken, was es zu der Zeit sonst auf dem Markt gab.

6. Limp Bizkit – Chocolate Starfish And The Hot Dog Flavored Water

 außer dieses Album von einem Jahr spĂ€ter. Welches dann so richtig was bewegt hat.

7. Run DMC – Raising Hell
Von Mastermind Rick Rubin produziert, strotzt dieses StĂŒck Hip Hop Geschichte nur so von Roughness und Energy. Mit der Neuaufnahme von
Aerosmiths „Walk this Way“, welche meiner Meinung nach noch besser als das Original ist.

8. Diamond Kobra – Legends Of The Night And Beyond
Dieses Allstar-Projekt, das keiner kennt aber jeder feiern wird, der Fan von Sci-Fi-Cyberpunk-BladeRunner-Sound ist, hĂ€lt so manche Überraschungen bereit, die dazu fĂŒhren werden sich zu fragen: „Und warum in aller Welt kenn ich das jetzt nicht?!“.
Produziert von unserem Kameramann Dirk „The Pixeleye“ Behlau, der dieses Projekt gerne als „Soundtracks zu 80er Sci-Fi Filmen, die nicht existieren“ beschreibt.

9. Blink-182 – Take Off Your Pants And Jacket
Weil wir alle mal so pubertÀr waren wie dieses Album. Und wenn nicht, dann mein Beileid.

10. Glenn Miller – The Essential Glenn Miller
Habt Ihr jemals irgendwo diese Musik gehört und Euch von Ihr gestört gefĂŒhlt? Ja? Dann hĂ€ttet Ihr bis hier hin eigentlich gar nicht lesen mĂŒssen.

11. Was ist fĂŒr dich das besondere bei AACH UN KRAACH?

Was mich bei AACH UN KRAACH von Anfang an abgeholt hat, ist die musikalische DiversitĂ€t. Ein Song, anders als der Andere, fĂŒr jeden Geschmack was dabei und der Wille und das Können zu astreiner Musik.

Als ich eingestiegen bin, war ich in meinen spielerischen Skills recht festgefahren. Die Songs dieser Band zwangen mich jedoch dazu, meinen Horizont zu erweitern, um auch dem meisterhaften Bassspiel von Mike Schak (Rest in Piece) gerecht zu werden. Entsprechend glĂŒcklich bin ich, heute fester Teil hiervon zu sein!

Guido Meyer de Voltaire
Guido Meyer de VoltaireJesang
HernĂĄn Martinez Riveros
HernĂĄn Martinez RiverosJitar
Linus »Laines« GrĂŒn
Linus »Laines« GrĂŒnBassjitar
Roman Gawellek
Roman GawellekKeybocht
Frank »Blue System« Otto
Frank »Blue System« OttoTrömmelche
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