Frank Otto

Frank Otto am Schlagzeug

Als Guido auf einem Kindergartensommerfest Frank fragte, ob er Lust hĂ€tte ein Kraachler zu werden, schmiss er umgehend dem Bohlens Dieter die Sticks vor die FĂŒsse und schloss das Kapitel BLUE SYSTEM, um sich wieder seinen rheinischen Roots zu widmen.

Als SchĂŒler und Drum-Roadie von PAPPNAS Drummer Wolfgang Hieronymi (»Elisabeth, Aaahhh«) war er unmittelbarer Zeitzeuge bei der Geburt des Kölsch-Rock Mitte der 80er Jahre.

Dies glomm Jahrzehnte in ihm nach und bahnte sich nun endlich seinen Weg. Und nun sitzt er bei AACH UN KRAACH am Schlagzeug. 😎

Neben AACH UN KRAACH ist Frank auch mit UBB und WINTERFELD als Tricktrommler unterwegs. Weitere Stationen waren die Bands Leviathan, Magic Mama, Aquamarin und BVG & Die Schwarzfahrer. (Aus geheimnisvollen Quellen haben wir erfahren, dass Frank auf bei diversen Dieter Bohlen Projekten getrommelt hat: C.C.Catch, Chris Norman, Leslie McKeown und tatsĂ€chlich auch bei den beiden Dreiviertelgöttern des Europop: Modern Talking. Darauf angesprochen wir es eher einsilbig und murmelt etwas wie “Ich war jung und brauchte das Geld”. Na, egal, wir finden das toll, denn nach dem Tiefpunkt konnte es ja nur nach oben gehen… *lach*)

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BVG & Die Schwarzfahrer | S-Bahn surfen

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BVG & Die Schwarzfahrer | FrĂŒher war alles besser

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C.C.Catch | Strangers by night

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Blue System | My bed is too big

Frank war jung und brauchte das Geld…  😂

11 Fragen an Frank

1. Was war dein erstes (evtl. ernstzunehmendes) Instrument?

Eine alte Snaredrum, auf der ich die Rudimente der Marschtrommel erlernt habe. Nachdem ich angefangen hatte bei Wolfgang Hieronymi (Satin Whale, Pappnas, GĂ€nsehaut) Schlagzeugunterricht zu nehmen, habe ich mich das erste Jahr nur mit der ‚kleinen Trommel‘ beschĂ€ftigt. MĂŒhle, Paradiddle, VorschlĂ€ge und spielen vom Blatt. Dann kam erst das Spiel auf dem ganzen Schlagzeug und nach zwei Jahren waren wir dann wieder fĂŒr ein Jahr auf der Snare. Wolfgang war ein phantastischer Drummer und ein cooler Lehrer.

2. Was war das schönste Musikprojekt (also natĂŒrlich außer AACH UN KRAACH) an dem du mitgewirkt hast?

Oha, na ja, eine schwierige Entscheidung, denn es gab derer zwei, die sogar miteinander verwoben sind. Bei beiden Projekten habe ich allerdings nicht als Musiker mitgewirkt, sondern war der Schiffschaukelbremser im Hintergrund. Da wĂ€re zunĂ€chst das Projekt „UMA HORA – Eine Stunde fĂŒr die Zukunft“. Die Volkswagenmitarbeiter spenden einen Stundenlohn jĂ€hrlich fĂŒr Hilfsprojekte an Volkswagen Standorten. Damit das Projekt fĂŒr die deutschen Mitarbeiter greifbarer wurde, sollte ein Projekt dafĂŒr auf die Beine gestellt werden. Mein alter Freund Stephan Maria Glöckner (Grafiker, Musiker und Typographie Zauberer) hatte durch den Entwurf des Volkswagen Sound Foundation Logos gute DrĂ€hte ins Marketing bei VW. Da passte es gut, dass er ein Hilfsprojekt in Norden Brasiliens hat, welches Straßenkindern die Integration in Familie und Gesellschaft ĂŒber Musik ermöglichen soll. Musik machen funktioniert nur gemeinsam und in Absprache. Wichtige soziale FĂ€higkeiten, die den Straßenkindern spielerisch vermittelt werden. Schnell war also die Idee geboren mit der Band Menino von Stephan und brasilianischen Straßenkindern auf Tournee durch die VW-Standorte zu gehen. Nebenbei haben wir den „Blog“ erfunden, nur dass er damals (2001) noch Tagebuch hieß. Diese sechs Wochen als Tourmanager mit Menino und der Banda Ere werden mir immer in bester Erinnerung bleiben. Damals an der Gitarre ĂŒbrigens Mike Schak. Einen Auftritt hatten wir in der NĂ€he von Leipzig mit den Weather Girls, die ich noch aus meiner Berliner Zeit als Chef einer kleinen Plattenfirma kannte. Daraus entstand das zweite wirklich coole Projekt, denn ich hatte die Idee Menino und die Weather Girls gemeinsam einen Auftritt spielen zu lassen, der dann auch tatsĂ€chlich realisiert wurde. Der Auftritt wurde gefilmt und entstanden ist eine großartige musikalische Zusammenarbeit „Menino & The Weather Girls“  im Latin-Pop Sound von Menino. Die beiden Weather Girls Izora Armstead und Dynelle Rhodes waren großartig in der Zusammenarbeit mit der Band. Insbesondere Izora, die leider viel zu frĂŒh verstorben ist, war eine unglaublich warmherzige und musikalische SĂ€ngerin.

3. Welches -vielleicht auch exotische- Musikinstrument möchtest du gerne spielen können?

Tja, also Gitarre wĂŒrde ich schon gerne vernĂŒnftig spielen können. Da bin ich eher Alltagszupfer im unteren Bereich. Ein exotisch Instrument welches mich reizen wĂŒrde wĂ€re das Hurdy-Gurdy (Drehleier). SchrĂ€ger Sound, wenn man das gut bedienen kann wie Andrey Vinogradov (Link: youtube.com/watch?v=bvNZeh6f8vE)

4. Wie hieß deine erste Band, wie alt warst du und was fĂŒr Musik habt ihr gemacht?

Meine erste Band war Leviathan in Bonn und wir hatten uns dem Jazzrock verschrieben. Furchtbares Gefrickel, inspiriert durch Brand-X und Genesis.

5. Was war die erste Schallplatte oder CD die du dir selber gekauft hast?

Meine erste selbst erworbene Schallplatte (da war ich so etwa 14 Jahre alt) war Deep Purple ‚Made in Japan‘. Eine Aufnahme, die sehr gut gealtert ist, denn die Songs darauf klingen immer noch frisch. Das Album war sicherlich auch ein Meilenstien fĂŒr Musik der hĂ€rteren Gangart, obwohl ich da immer wieder auch jazzige Töne vernehme. Nur anders gespielt halt. Und Ian Paice am Schlagzeug ist einfach unglaublich.

6. Die erste Musikproduktion (Schallplatte, CD) auf der du mitgespielt hast?

Aus der Bonner Band Magic Mama (eine Funkrocktruppe im Stile von Mothers Finest) wurde wĂ€hrend der Neuen Deutschen Welle die Band Aquamarin mit deutschen Texten. TatsĂ€chlich gelang es uns damals einen Schallplattenvertrag bei einem kleinen Berliner Label zu ergattern und wir durften das Album im Tangerine Dream Studio aufnehmen und im berĂŒhmten Audio Studio abmischen. Schade, dass das Album es gefloppt ist.

7. Was war dein erstes Live-Konzert? Und wie war es?

Als Zuschauer:
Led Zeppelin am 18. Juni 1980 in der Kölner Sporthalle. Ich habe es als großartig in Erinnerung. Dabei John „Bonzo“ Bonham live am Schlagzeug zu erleben war super. Einer der wohl einflussreichstem Drummer ĂŒberhaupt.

Als Musiker:
Auf einem Schulfest, JK11, ich am Schlagzeug mit einer Band die vorher etwa drei mal geprobt hat. Was fĂŒr ein Desaster. Das muss so furchtbar schlecht gewesen sein, denn nach unserm Auftritt standen nur noch drei MitschĂŒler vor der BĂŒhne…

8. Deine Top 10 Gruppen, Bands, Kapellen oder SoulsÀngerinnenchöre?

  • Led Zeppelin
  • Deep Purple
  • Ben Harper
  • Prince (auch wenn der Arsch uns bei seinem Konzert 2010 in der Köln Arena nach einem Song ĂŒber eine Stunde lang hat warten lassen; weil Madame der Monitorsound nicht gefallen hat)
  • AntonĂ­n Dvoƙák
  • Avenged Sevenfold
  • Mothers Finest
  • LP (Anspieltipp Halo)
  • Fun Lovin’ Criminals
  • The Verve

9. Deine Top 5 SĂ€ngerinnen oder SĂ€nger?

Das ist bestimmt eine Fangfrage, aber ich versuche mal mein GlĂŒck, mit Anspieltipps:

Ausser Konkurrenz fĂŒge ich noch JosĂš MercĂš dazu. Einer der großartigsten SĂ€nger des Nuevo-Flamenco. Freunde des gepflegten Rhythmus, achtet mal auf das beeindruckende Timing der gesamten Band. (Aire youtu.be/xzxyefhCQXg)

10.Welche 10 CDs sollte man zu Hause im Schrank stehen haben? Und warum sollte man sie haben?

  • Deep Purple – Made in Japan (Was fĂŒr eine unglaublich geile Live Band das war)
  • Led Zeppelin – The song remains the same (Das Album benötigt keine weitere ErklĂ€rung)
  • Frankie Goes To Hollywood – Welcome to the Pleasuredome (Immer noch ein Meilenstein der Musikproduktion und die Mischung ist halt astro)
  • Quincy Jones – Back to the Block (Ein weiterer Meilenstein der Musikproduktion)
  • Nina Hagen – Nina Hagen Band (Ein Quell steter Unterhaltungsfreude)
  • AntonĂ­n Dvoƙák – Neue Welt (Erst die Biographie von Dvoƙák lesen und dann die neue Welt hören)
  • Prince – Sign ‚O‘ The Times (Einfach großartig. Ein Panoptikum aller Musikstile – und alles souverĂ€n umgesetzt.)
  • Jeff Buckley – Grace (Halleluja, eine echt geiles Album mit Ecken und Kanten – und einer großartigen Ballade)
  • Tears for Fears – The seeds of Love (Eines der wohl besten Pop-Alben ĂŒberhaupt)
  • Yello – Solid Pleasure (Keine Ahnung was bei den Aufnahmen in Meier und Blank vorgegangen ist)
  • The Raconteurs – Consolers of the Lonely (Ja, ick steh auf Bluesrock und erdigen Rock)

11. Was ist fĂŒr dich das besondere bei AACH UN KRAACH?

Es ist fĂŒr mich dieses spezielle GefĂŒhl am Schlagzeug im Proberaum und besonders bei Live-Auftritten wenn wir diesen „Flow“ bekommen. Wenn es einfach lĂ€uft, jeder sich auf den anderen verlassen kann und man ganz entspannt seinen Teil zum Gelingen der Band beitragen kann. Das funktioniert, da die gesamte Band aus Teamplayern besteht. Zudem teilen wir den gleichen Humor, lachen viel und haben bei dem was machen enorm viel Spaß und Freude. Wir machen das in erster Linie fĂŒr uns und haben hohe AnsprĂŒche an unsere musikalische Darbietung. Ach, und farblich liegen wir auch mattschwarz auf einer WellenlĂ€nge.

Guido Meyer de Voltaire
Guido Meyer de Voltaire
Daniel Doclot
Daniel Doclot
Roman Gawellek
Roman Gawellek
Frank Otto
Frank Otto
Mike Schak
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